thalwil - interaktives schaufenster
das erlebnis
Passantinnen und Passanten gestalten an der Scheibe ihr eigenes Fantasiewesen und schicken es in einen Zauberwald. Steht jemand vor dem Fenster, erwachen die Kreaturen und fliegen umher, ist die Strasse leer, schlafen sie ein.
kontext
Ein Gemeinschaftsprojekt im Auftrag von Lakrits. Die Kreaturen gestaltete die Künstlerin Michaela Brunner. Das Schaufenster sollte zu einem Ort werden, an dem Passanten eigene Fantasiewesen erschaffen und ihnen beim Erwachen zusehen. Sichtbar für alle, die vorbeigehen.
die idee

Statt eines fixen Bildes sollte eine interaktive Installation entstehen: Berührt jemand die Touchfläche, erwachen die Kreaturen im «Zauberwald» dahinter und fliegen los. Bewegt sich niemand vor dem Fenster, kehrt Ruhe ein und die Wesen gehen schlafen.
Technische Umsetzung
Projektion
Die Distanz zwischen
Hauptbeamer und Schaufenster war durch die Raumtiefe begrenzt. Um das
Bild trotzdem vollflächig auf die Scheibe zu bringen, wurde die
Projektion über einen Spiegel umgelenkt.


Interaktion
Für die feine
Auflösung auf der transparenten Touchfolie kam ein zweiter Beamer zum
Einsatz, der nur die kleine Interface-Fläche losgelöst vom
grossflächigen Hauptbild für die Interaktion projizierte.Sensorik
Ausserhalb der
Räumlichkeiten wurde ein Bewegungssensor installiert, der per Funk
meldete, sobald sich eine Person vor dem Schaufenster aufhielt.Laufzeit
Um 22 Uhr musste die
Installation pünktlich beendet werden. Eine simple Schaltuhr hätte dafür
genügt, vermutlich aber die Beamerlampen zerstört. Allein der
Hauptbeamer brachte 10'000 Lumen mit entsprechender Hitzeentwicklung.Beamer-Fernsteuerung
Die Fernsteuerungen der
Beamer wurden angelernt. Die App schaltete sie über einen
Infrarot-Sender um 18 Uhr automatisch ein und um 22 Uhr aus. So war ein geordnetes Herunterkühlen gewährleistet.Kreaturen & Animation
Grafik
Auch die mehrschichtigen Hintergründe stammen von Michaela Brunner. Jede Kreatur blieb stimmig, egal welche Farben die Nutzer wählten.
Animation
In Unity wurden die Kreaturen aus Einzelteilen aufgebaut, da sie von den Nutzern individuell zusammengestellt werden konnten. Jede Kreatur erhielt einen eigenen Satz Animationen: Aufschrecken, Fliegen, Landen.
Hielt sich niemand vor dem Fenster auf, landeten alle Kreaturen und gingen in eine Art Schlafmodus. Meldete sich der Bewegungssensor oder berührte jemand die Touchfläche, schreckten sie auf und flogen umher.
Impressionen
Die Installation war ein voller Erfolg: Eltern mussten mit ihren Kindern einen Umweg machen, weil diese unbedingt noch eine Kreatur in den Zauberwald entlassen wollten. Auch die Zürichsee-Zeitung berichtete in einem Artikel darüber.
projekt im kopf?
Ich freue mich auf eine Nachricht. Ob für ein konkretes Projekt, eine Zusammenarbeit oder einfach ein Kennenlernen.